Der Krankenhausträger oder die Heimleitung sind gesetzlich gehalten, dafür zu sorgen, dass die für den einzelnen Patienten arztlich verordneten Arzneimittel gemäß Therapieplan bereit gehalten, zusammengestellt und in jeder Hinsicht korrekt diesem appliziert werden. Darüber hinaus hat er/sie die gesamte Haftung für das Fehlverhalten der Mitarbeiter. Gängige Praxis ist die Übertragung der Aufsichtspflicht an den Stationsarzt und die leitende Stationsschwester.
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Die Bereitstellung (Dispensation) der Arzneimittel hgeschieht im Allgemeinen in Dosiertabletts mit denm Namen des Patienten, die ihm in aller Regel morgens beim Bettenmachen hingestellt werden. Wie die Erfahrung zeigt, werden diese Medikamente oft irgendwann, manchmal erst nach Aufforderung eingenommen; sehr häufig für die optimale Wirkung zum falschen Zeitpunkt.
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Entlastung bei der täglichen Dispensation
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Diese gängige Praxis gefährdet Effektivität und Sicherheit der Arzneimitteltherapie und führt letztendlich zu erhöhten Kosten durch längere Liegezeiten, Verordnung teurerer Arzneimittel bei scheinbar zu schwacher Wirkung oder gehäuftem Auftreten von unerwünschten Nebenwirkungen durch zu hohe Dosierungen, Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder Nahrungsmitteln. Es gehört aber zu den originären Aufgaben von Pflegekräften die korrekte Arzneimittelversorgung der Patienten sicher zu stellen. Um die Dispensation und Applikation möglichst zu erleichtern, haben wir kurze Anwendungshinweise erstellt, die als Packungsaufkleber und Karten (CLINIC-CARD ges.gesch.) gedruckt werden können, bzw. die entsprechenden Druckprogramme zur Erstellung durch die versorgende Apotheke, die sie ggf. auch auf Blisteretiketten drucken kann.
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Effektivität und Sicherheit der Arzneimitteltherapie in Akut- oder Reha-Kliniken und Pflegeheimen werden messbar gesteigert, die Kosten gesenkt. Träger stationärer Einrichtungen, Pflegedienstleitung, Chef- bzw. Stationsarzt sowie die leitende Stationsschwester werden von ihrer Gesamthaftung bei Gesundheitsschäden durch falsche Applikation entlastet, da die genauen Anweisungen für die jeweilige Fachkraft ohne großen Zeitaufwand zur Verfügung stehen. Gerechnet auf die durchschnittliche Liegedauer erhöhen sich die Kosten pro Tag nur um wenige Cent.
Die CLINIC-CARD erleichtert die tägliche, konservsative Arzneimittel-Dispensation auf der Station. Sie wird mit den Patientendaten, wie Name, Geburtsdatum, Zimmer-Nr., Station, von Hand oder mit dem üblichen Aufkleber gekennzeichnet und die verordnete Dosierung eingetragen. In einer Klarsichthülle, wie sie für Fotos verwendet wird, können die Medikamente nach ihren Applikationszeitpunkten geordnet der Krankenakte beigeheftet werden, da jeder ClLINIC-CARD die stichwortartige Applikationsanweisung aufgedruckt ist. Die Sortierung nach den Einnahmezeitpunkten hat sich in der Praxis sehr bewährt. So wird z.B. die Einnahme 1-1/2 Std. vor dem Frühstück durch Verabreichung durch den Bettendienst oder die Nachtschwester sichergestellt. Mit dem Frühstück werden dann die folgenden Arzneimittel zum Patienten gebracht. Bei vielen retardierten oder magensaftresistenten Formen ist bekanntlich der immer gleichbleibende Abstand zum Essen für die optimale Wirkung entscheidend. Unsere Applikationshinweise sind nicht nur auf die Wirkstoffe, sondern vor allem auf die Darreichungsform bezogen. Da die tägliche Dispensation durch das Pflegepersonal nicht selten durch Telefonate, Klingeln der Patienten, Fragen von Ärzten, Patienten, Heimbewohnern oder Besuchern u.ä. häufig unterbrochen wird, sollten aus Sicherheitsgründen alle Karten der aktuellen Arzneimittel für einen Patienten als Stammkarten in namentlich gekennzeichneten Fotohüllen geordnet werden, die pro Karte mit Datumsstreifen und Tageszeit der Einnahme versehen sind. Die Einordnung in die Dosiertabletts erfolgt an Hand der Krankenkarten, auf denen die Felder nach erfolgter Dispensation angekreuzt werden. Selbst bei Übernahme durch eine zweite Pflegekraft ist jeder über die bereits abgefüllten Medikamente informiert. CLINIC-CARDS werden sowohl für die in der Klinik verordneten als auch die vom Hausarzt verschriebenen Dauermedikamente des Patienten von der Apotheke gedruckt und an die Station geliefert. Das ist wichtig bei Präparaten, die nicht in der hausinternen Arzneimittelliste aufgeführt sind. Die Arzneimittelpackungen können mit gleichzeitig gedruckten Aufklebern mit oder ohne Patientendaten gekennzeichnet werden.. Die Applikationshinweise werden ständig mindestens 4 x jährlich aktualisiert. Bei Fortschreibung der hausinternen Liste kann eine zusätzliche Aktualisierung abgesprochen werden. Da unser Datenumfang sich u.a. an unseren Anwendern orientiert, können u.U. bei Neukunden nicht alle hausinternen Medikamente Hinweistexte tragen. Diese werden aber auf Grundlage der Arzneimittel-Liste des Hauses schnellstens ergänzt. Die Preise müssen von der Apotheke individuell eingepflegt werden, da diese erfahrungsgemäß bei jeder Neulieferung des Arzneimittels schwanken können. Auf der Station kann die Arzneimittelanforderungsliste zeit- und kostensparend über die stationseigene EDV ausgedruckt werden, nachdem die Medikamente eingegeben wurden. Vorteil es werden keine Dosis („Stärken“)- angaben vergessen. Zeitraubende Rückfragen wegen Unleserlichkeit einzelner Artikel auf der handschriftlichen Bestellung, wie sie bisher bes. in kleinen Häusern noch üblich sind, entfallen ebenfalls. Zur Dokumentation und Lieferkontrolle werden die Listen von hauseigenen Arzneimitteln und „Einzelbestellungen“ getrennt ausgedruckt und jeweils vom verantwortlichen Arzt unterschrieben und wie gewohnt abgeheftet. Bei e-mail Verbindung mit der Apotheke können die Bestellungen direkt dorthin gesendet werden, ggf. erfolgt die Freigabe der Übermittlung durch übliche elektronische Unterschriften per Card. Die auf die Station gelieferten Medikamente werden von der Apotheke mit Etiketten beklebt, die die genauen Applikationshinweise tragen. Sie werden automatisch aus unserem IBOpflege-Druckprogramm lt. Arzneimittelanforderungsliste erstellt. So werden Falschetikettierungen weitgehend vermieden.
Für Stationsärzte stehen umfangreiche Informationen über Dosierungen, Nebenwirkungen, Kontraindikationen Risikocheck hinsichtlich Interaktionen und Ersatz durch risikofreie/-ärmere Arzneimittel durch integrierte SCHOLZ-Datenbank zur Verfügung. Der Zugriff auf die ROTE LISTE direkt aus dem Programm ist ebenfalls möglich.
Das Programm ist modular aufgebaut und kann in Original Windows Programme ab 98 integriert werden. Für vollautomatische Dispensation mit Verblisterung, z.B. in Goßkliniken gibt es IBOblister.
Nähere Informationen erhalten Sie auf auf Anfrage Kontakt
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